Interview

Bücher meines Lebens

Mein Lieblingskinderbuch

Ich muss gestehen, dass ich als Kind absoluter Enid-Blyton-Fan war und sämtliche Bände von “Hanni und Nanni”, “Fünf Freunde” oder “Tina und Tini” auswendig hätte aufsagen können. Vermutlich sogar rückwärts.

Bestes Buch, das ich in der Schule gelesen habe

Der Roman “Die Welle” von Morton Rhue hat mich in der 9. oder 10. Klasse nachhaltig beeindruckt. Dabei geht es um eine amerikanische Schulklasse, die gerade den Holocaust durchnimmt und nicht so richtig verstehen kann, wie ein derartiges Regime so viele Menschen in seinen Bann ziehen konnte. Der junge Geschichtslehrer beschließt dann ein Experiment durchzuführen, um zu beweisen, wie einfach es ist, Menschen zu manipulieren. Und dieses Experiment funktioniert erschreckend gut.

Ein Klassiker, den ich peinlicherweise nie gelesen habe

“Krieg und Frieden”. Oder irgendeinen anderen Tolstoi. War irgendwie nie auf meinem Radar.

Beste Verfilmung eines Bestsellers

Auch wenn ich mich vielleicht in der Minderheit befinde, aber ich fand Baz Luhrmans Verfilmung von “Der große Gatsby” einfach fantastisch. Inhaltlich ganz nah am Buch und von der Ausstattung, der Musik und den Special Effects her einfach eine ganz große Nummer. Wie es sich für einen Gatsby eben gehört.

Das letzte Buch, das mich zum Heulen gebracht hat

“Wunder” von RJ Palaccio. RJ ist die Mutter eines Klassenkameraden meines Sohnes. Ich habe lange nicht kapiert, dass sie diesen Wunder-baren Bestseller geschrieben hat, weil sie in Wirklichkeit einen anderen Namen hat. Als mir dann so ziemlich als letztes Elternteil unserer Schule das Licht aufging und ich “Wunder” an einem Wochenende durchgelesen habe, war ich restlos begeistert – und habe dicke Tränen geheult, als der verdammte Hund … (mehr will ich lieber nicht verraten).

Das letzte Buch, bei dem ich schallend gelacht habe

“Er ist wieder da” von Timur Vermes. Ich finde es immer unglaublich mutig, eine Thematik anzupacken, die so belastet ist, dass sie eigentlich nur schiefgehen kann. Aber Timur Vermes hat es geschafft. Als der wiederauferstandene Hitler sich Gedanken um das Liebesleben seiner jungen, punkigen Sekretärin macht, habe ich Tränen gelacht.

Buch, das ich gerne selbst geschrieben hätte

“Zwei an einem Tag” von David Nicholls. Weil der Autor nicht nur die Liebesgeschichte zweier Menschen erzählt, sondern die Geschichte einer ganzen Generation, nämlich meiner. Und das auch noch in allerfeinster Sprache.

Stapel (noch) ungelesener Bücher

J.K. Rowling “Ein plötzlicher Todesfall”

Khaled Hosseini “Traumsammler”

Meg Wolitzer “The Interestings”

Alina Bronsky “Nenn mich einfach Superheld”

Colum McCann “TransAtlantic”

Helen Fielding “Bridget Jones – Verrückt nach ihm”