Monthly Archives: November 2013

Buchbrösel

Ich freue mich, dass Buchbloggerin Daniela Brösel von Brösels Bücherregal, dem “quirlig bunten Buchblog mit fränkischer Moderation” (http://www.broesels-buecherregal.de/) am 18. November zu meiner ausverkauften (!) Lesung nach Nürnberg ins wunderbare Hunger & Durst kommt!

November ist National Novel Writing Month!

Kleiner Einschub für zwischendurch während mein erster Roman sich gerade im Layout befindet …

November ist der vielleicht unbeliebteste Monat des Jahres. Das Weihnachtsgefühl will sich noch nicht so richtig einstellen und der vergangene Sommer scheint gefühlte Lichtjahre vorbei zu sein. Ein ganz bestimmtes Menschengrüppchen kann es allerdings gar nicht abwarten, dass am 1. November um 0.00 Uhr endlich der November beginnt: die Hobbyautoren. Denn November ist National Novel Writing Month.

Seit 1999 ruft die gemeinnützige US-Stiftung NaNoWriMo alle Autoren dieser Welt auf, im wahrscheinlich grauesten Monat des Jahres bei ihrem Wettbewerb mitzumachen, einen Roman von mindestens 50.000 Wörter innerhalb von 30 Tagen zu schreiben. Während im Startjahr nur 21 Autoren dabei waren, wovon ganze sechs ihr Werk tatsächlich innerhalb der vorgegebenen Zeit vollenden konnten, schrieben vergangenes Jahr 341.375 mit, wovon 38.438 ins Ziel kamen.

50.000 Wörter in 30 Tagen = 1.666 Worte pro Tag

Jetzt ist es wahrscheinlich eine sehr amerikanische Herangehensweise an die Schriftstellerei, fest daran zu glauben, dass jeder Mensch eine story hat, die es wert ist erzählt zu werden. Aber gerade das macht den Wettbewerb ja so charmant. Während Literaturagenten und Verlagslektoren wahrscheinlich mit Grauen auf den Dezember warten, der ihnen dann noch mehr unangeforderte Manuskripte unbekannter Autoren auf den ohnehin schon völlig überladenen Schreibtisch bringt, unterstützen Bestsellerautoren wie etwa Jonathan Lethem (“Die Festung der Einsamkeit”) den NaNoWriMo. “Wenn Raymond Chandler nicht wusste, wie es mit seinem Plot weitergehen sollte, ließ er einen Mann mit einer Knarre zur Tür reinkommen. Ein toller Rat, den ich schon mindestens 100 Mal selbst befolgt habe”, schreibt Lethem auf der NaNoWriMo-Homepage in der Rubrik Pep Talk.

Geht das also? Einen (halbwegs) lesbaren Roman in nur 30 Tagen zu schreiben? Jack Kerouac hat seinen Klassiker “Unterwegs” in immerhin nur drei Wochen zu Papier gebracht. Und Fjodor Dostojewski hat “Der Spieler” in gerade einmal 26 Tagen verfasst – während er gleichzeitig an “Schuld und Sühne” saß. Und selbst während des NaNoWriMo-Wettbewerb sind mittlerweile mehr als 100 Romane entstanden, die letztendlich ganz klassisch von Verlagen veröffentlicht wurden, darunter die Bestseller “Wasser für Elefanten” von Sara Gruen und “Der Nachtzirkus” von Erin Morgenstern. Geht also!